Asien map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The asian plan.
  •   2. HK - Frauenfeld
  •   1. Capetown - Kampala
Africa map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The african plan.
  29. March 2015 - Arrived back home and stay a bit.
Macau
◴ 6. Dezember 2014 - 9. Dezember 2014 (Veröffentlicht: 28.12.2014)
Macau's Old Town next to the Paulus Church.
Macau
Im Norden von Hong Kong liegen bereits die nächsten Mega-Metropolen. Da wäre Shenzhen mit 10 Mio. und Guangzhou mit 11 Mio. Einwohnern. Shenzhen unterliegt auch einer Sonderreglung und ist bei Unternehmen beliebt. Es hätte mich noch interessiert, ob hier gerade das chinesische Silicon Valley geboren wird. Viele grosse IT-Unternehmen stehen dort, welche Produkte für Nintendo, Sony oder Apple produzieren. Ich kann diese zwei Stadtkerne mit einer Fähre nach Macau umschiffen und mir so eine Irrfahrt über Highways ersparen. Einst eine Hafenstadt der Portugiesen, möchte sich Macau als zweites Las Vegas einen Namen verschaffen. Einige der bekannten Casinos wie MGM, Wynn oder Venetian haben hier ihre protzigen Casinoschlösser aufgestellt. Daneben stehen die Gebäude der chinesischen Glückspielanbieter. Gegen Abend beginnen auch hier die Fassaden zu funkeln und die Spieltische werden vor allem mit Gästen aus China besetzt. Viele Spiele verstehe ich nicht, besonders die aus dem chinesischen Lager. Mit einem Roulette schaffe ich es mir tatsächlich ein Nachtessen zu finanzieren. Das war dann auch schon alles. Mir wird es schnell langweilig in diesen Spielhallen. Ich dachte es kommt ein wenig Las Vegas Stimmung auf. Doch weit gefehlt. Die Atmosphäre ist kalt, keinesfalls was man in der Wüste Nevadas erleben kann. Es fehlt die Geschichte, die ein Ort erleben muss um das zu werden was er ist. Aber das versteht ein Chinese eben nicht, wie ich in Zukunft noch sehen werde.

Ein weiterer Touristen Magnet ist die Frontfassadenruine der Pauluskirche. Diese steht mitten in der Altstadt wo sich die Menschenmassen drängen, um davon ein Bild zu schiessen. Der Verkaufsschlager Selfie-Stick hilft dabei alles passgenau vor die Linse zu kriegen. Falls man sich mal ein Selfie-Movie anschauen möchte hilft der uralte Spiegel ;-) Im Altstadtkern lässt sich gemütlich über Plastersteinbelag flanieren und in den engen Gassen dürfte etwas Flair von Lissabon überschwappen. Der auf dem Senatsplatz aufgestellt Christbaum freut viele Fotografen. Das Fest Weihnachten hält gerade Einzug in die asiatische Kultur, wie bei uns der Halloween. Zumindest in den Grossstädten. Vielleicht wird hier jemand noch Millionär wenn alle eine dieser Tannen im Wohnzimmer haben möchten. Mich zieht es ins Museum wo etwas über die Geschichte Macaus und der Provinz Guangdong allgemein erzählt wird. Zum Glück ist hier das Meiste in Englisch erklärt. Ich vermute da kommen später noch Schwierigkeiten auf mich zu.

Als Warmup drehe ich noch eine Fahrrad-Runde auf der Südinsel Collonge wo ich nebenbei noch einem Panda Hallo sagen kann und durch Kleinvenedig im Venetian Complex wandere. Auch der Petersdom steht vor der Tür und man kann sich durch die künstlich angelegten Kanäle per Gondel schippern lassen. Abartig diese Nachahmung.

Nächsten Tags breche ich auf. Es dünkt mich das Fahrrad wackelt ganz schön, aber das ist normal nach 3 Wochen Abstinenz. Ich habe Mühe das Eingangstor zu China zu finden und beim Herumfragen stellen sich mir erste Sprachbarrieren in den Weg. Irgendwie finde ich aber dann dieses Portal, welches einem Flughafenterminal gleicht. Gepäck wird gescannt und es gibt einen Dutyfreebereich. Wahnsinn! Beim Betreten kommt es mir vor als sei da jemand im Hintergrund der dich als Einzelner mit all diesen Prozeduren und Grösse der Anlage ganz klein erscheinen lassen will. 1 Monat habe ich Zutritt im Reich von China. 2 Monate wären schön gewesen, um die Route etwas in den Norden verlegen zu können. Jetzt reicht die Zeit für entlang der Südküste bis nach Vietnam zu folgen. Los geht’s in der 中華人民共和國!