Asien map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The asian plan.
  •   2. HK - Frauenfeld
  •   1. Capetown - Kampala
Africa map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The african plan.
  29. March 2015 - Arrived back home and stay a bit.
Nairobi - Busia
◴ 26. Oktober 2014 - 4. November 2014 (Veröffentlicht: 25.11.2014)
Klassischer Afrikanischer Strassenrand.
Kenya
Ein Flugzeug bringt mich von Dar Es Salam zurück nach Nairobi. Um weiter in den Norden vor zu dringen, brauche ich ein Visa für Äthiopien. Dort soll es besten Kaffee geben und im Turkana Valley weite schöne Landschaften zu sichten. Alle geforderten Unterlagen habe ich beisammen und ich lasse mich zur Botschaft chauffieren. Wie immer ist es ein Ratespiel wie der ganze Visa Beschaffungsprozess in der Botschaft beginnt. Die Rezeption ist nicht besetzt, Schilder gibt es keine und man versucht sich die Informationen bei seinen wartenden Nachbarn einzuholen. Irgendwann werde ich vorgebeten und darf ins erste Sprechzimmer um ein Visa zu beantragen. Woher ich den käme und was ich wolle? Switzerland und ein Touristen-Visa, bitte. Aha, Youre not a resident here or have a working permit of Kenya? No. Okey, you don’t get one. What?! You just get one with a working- or resident permit of Kenya. Ja bravo. Auch weitere Erklärungen über mein Vorhaben lässt die Dame nicht weich werden. Erst einmal frustriert laufe ich in mein Hotel zurück und gönn mir ein Tusker um diesen Bescheid zu verdauen. Irgendwann werden meine aufgewühlten Gedanken klarer und ich betrachte im Internet die nahe gelegenen Regionen und suche den Planeten nach Ausweichrouten ab. Mein Blick bleibt in Zentralamerika hänge. Von Louisiana in Amerika nach Panama City zu radeln wäre was. Schön warm und spannend ist es dort. Die Flammen der Vorfreude beginnen zu züngeln, doch bei Abklärungen über die Grenze zu Mexiko wird Wasser ins Vorfreudefeuer gegossen. Der grenzanliegende Bundesstaat in Mexiko am Golf liegt in den Händen der Drogenbosse. Ferien sollten nicht unbedingt hier gebucht werden. So suche ich weiter und werde auf der anderen Seite des Planeten fündig. Hong Kong bis Bangkok. Auch hier ist es in den Wintermonaten warm und die Kultur spannend. Um den Flug zu buchen ist es mir zu früh. Irgendwie will ich in Afrika noch einen Abschluss finden. Wieder darf ich mich entscheiden. Wohin?, Wie lange? Ich brauche erst einmal Schlaf um wieder aktiviert und motiviert zu werden. Nachdem meine Ideen wie in einem Teilchenbeschleuniger duzende male gekreist sind, kommt mir beim Zähneputzen am letzten Abend in Nairobi die Idee nach Uganda zu fahren. Perfekt! Das ist viel besser als eine Runde in Kenia zu drehen und wieder nach Nairobi zurück zu kehren.

So sitze ich nach 5 Wochen wieder im Sattel. Ich versuche nochmals mein Glück bei der äthiopischen Botschaft. Ich rücke unverhofft ins zweite Büro vor. Werde aber dort wieder abgewiesen. Jetzt ist es klar. Auf nach Uganda.

Nach einer Stunde erreiche ich die Stadtgrenze. Konstant bin ich am Steigen und bei 45 Kilometer sind es schon 1000 Höhenmeter. Ich muss mich wieder daran erinnern dass hier Englisch eine Amtssprache ist und ich einfach darauf los quatschen kann. Auf 2300hm ist dann Schluss mit Aufsteigen. Die Temperatur ist kühl und Winde jagen hier über die Hügel des Rift Valleys. Weit am Horizont sieht man bis in die Masaimara, dem National Park im Grenzgebiet zu Tanzania. Die Nacht verbringe ich in einem Guesthouse mit Küche. Nach all den Restaurants und Streetfood-Verpflegungen ist die Selbstversorgung ein Genuss. Den eigenen Essensgeschmack im Mund zu haben stimmt mich glücklich. Tags darauf geniesse ich eine Talfahrt durch quasi Urwald und menschenleerer Dirt Road. Dieses Glück von Abkürzungen versuche ich am Nachmittag erneut. Leider verwehren mir diesmal hohe Zäune ein Weiterkommen. Ärgerlich, aber ich muss umkehren und erreiche mein Ziel Lake Naivasha über die Hauptstrasse. Hier fühle ich mich zurückversetzt nach Südafrika. Es gibt eine Campinganlage mit Warmwasser, Tisch zum Kochen und eine super Sicht auf den See. Affen und viele Wasservögel tummeln sich am Ufer. Am Tisch Kaffee trinken und deren Verhalten zu studieren ist für mich eine abwechslungsreiche Beschäftigung. Im nahegelegenen Hellsgate National Park darf ich mit dem Fahrrad zu den sehenswerten Schluchten fahren. Leider habe ich einen schlechten Tag erwischt. Rege mich über jeden kleinen Unsinn auf. Der Kassiererin am Gate sage ich es direkt ins Gesicht dass vielleicht 6x mehr zu bezahlen als die Locals ein bisschen zu viel sei. Würde man das bei der Jungfraujochbahn ebenfalls tun, weiss ich nicht ob da noch Touristen zu sichten wären. Nachdem mir ein Affe meine Avocado geklaut hat und ich ihn mit Steinen bombardiert habe, rücke ich die Schluchten vor. Irgendein Typ hängt sich an mich ran und spielt ab nun meinen Guide. Zum meine Stimmung wieder ins Lot zu rücken frage ich ihn dies und jenes. Er erklärt mir die Geologie und das ihm seine anstehende Hochzeit etwas nervöse stimmt. Das benötigte Geld, die Kühe und die Geissen habe er beisammen, doch das Haus müsse er noch fertigstellen. Ist das Haus fertig, sei sie bereit zu ihm zu ziehen. Es ist spannend seinen Erzählungen zu lauschen und so Details über deren Traditionen zu erfahren.

In guter Laune entscheide ich mich am folgenden Tag für die Lake Naivasha Rundfahrt. Ich flitze zuerst über Asphalt und meistere anschliessend die Challenge der Dirt Road. Staubig und holprig sind die nächsten 40 Kilometer. Manche Löcher in der Strasse sind komplett mit feinem Staub gefüllt. Die Fahrt geht langsam voran. Um den See reihen sich riesige Rosenzuchtanlagen, die Europa zum Mutter oder Valentinstag versorgen. Gegen Mittag sichte ich wieder Asphalt der mich durch flache Landschaften nach Nakuru bringt. Hier setze ich mich genüsslich auf eine Terasse und schaue dem Treiben auf dem Strassenmarkt zu. Fast alles wird hier zu günstigen Preisen gehandelt. Mein Interesse liegt bei den Ananansschnitzen und den Äpfeln. Ein Gaumenschmaus nach all dem Staub. Als ich für ein paar Kaufgummis nochmals auf die Strasse zurückkehre ist Ruhe eingekehrt. Die letzten paar Säcke mit Kleidern werden abtransportiert. Hier und da schläft ein erschöpfter Händler und nur noch die Motorradtaxis oder eben dieser Kaugummiverkäufer sind unterwegs. Ob er die Nachtarbeit mag? Nein, aber er müsse, weil es am Tag keinen Platz für seinen 2m2 grossen Stand gäbe. Aha. Und es reicht dir aus mit deinem Kiosk deinen Lebensunterhalt zu verdienen? Ja, irgendwie reicht es. Auch seine zwei Kinder könne er zu Schule schicken. Zuhause habe er noch eine Hühnerzucht die ihm zusätzlich etwas Einkommen beschere. Er dürfte um die 50 Jahre alt sein. Ein solches Berufsbild in der Schweiz ist fast unvorstellbar. Zwei Kinder zu ernähren mit einem Kiosk und als Startup noch eine Hühnerfarm zu betreiben ist hier keine Seltenheit, weil Wenige der Bevölkerung eine Festanstellung besitzen.

Im Westen von Kenia erstrecken sich einige Ausläuferarme des Rift Valleys. Einen davon muss ich nun überqueren um an den Lake Victoria zu gelangen. Ich bin nicht der Einzige der sich die 50 Kilometer auf die Spitze des Berges quält. Von 40 Tönnern bis zum Motorrad ist alles unterwegs. Meine Lunge wird wieder richtig strapaziert. Aus deren Abgasrohren strömen die schwarzen Wolken, die mich fast zum Verzweifeln bringen. Es ist eine weitere Transitachse für Schwerverkehr die Güter von Mombasa bis in den Nordwesten von Kenia schaffen. Mentholbonbons helfen den Geschmack zu verbessern. Am Nachmittag belohnt mich eine kurvenreiche Abfahrt bis nach Kericho. Ab und zu gibt es dabei ein paar Höhenmeter zu erklimmen bei denen ich mir gemütlich die Teeplantagen anschauen kann. In dieser Region ändert das Klima und am Nachmittag fällt oft Regen. Dieser Klimaunterschied hat hier die Gegend mit einem saftig grünen Gewand überzogen.

Eine Spritztour bringt mich von Kericho an die Ufer vom Lake Victoria dem grössten Süsswassersee in Afrika. Hier entspringt ein Nebenzufluss vom Nil und beliebte Seehandelswege führten einst nach Uganda oder Tanzania. Ein alter Zeitzeuge liegt in Kisumu im Hafenbecken. Der Dampfer SS Nyanza, 1902 gebaut in Schottland und in Einzelteilen hierher geschafft, verbringt hier seine letzten Tage. Das Gedankengut, dass Handelswege wichtig sind, ist mit den Abzug der Engländer ebenfalls abgezogen und so sind Eisenbahn- und Schiffsrouten geschlossen. Ich rätsle wieder einmal warum hier keiner auf die Idee kommt, sich einen Eisenbahnwagon oder ein Schiffsrumpf anzuschauen und ein eigenes Exemplar herzustellen. Die Chinesen werden sich über die bereits verlegten Schienen freuen.

Am letzten Tag in Kenia folge ich auf einer verkehrsarmen Strasse an die Ostgrenze von Uganda. Es rennen viele Kinder aus ihren Verstecken oder unterbrechen ihre Spiele um mich zu grüssen. Ich bekomme nochmals alles geboten was bei einem Fahrradalltag in Afrika alles gesehen werden kann. Tiere auf der Strasse, rauchende Strassenküchen, Outdoor IKEA, viele viele lachende Gesichter und in Busia der Grenzstadt das bekannte wilde Durcheinander in Städten. Beim Ein Dunkeln schiesst Zeus ein paar Blitze in seine Umgebung. Mein Guesthouse bietet mir dafür eine perfekte Aussichtsplattform. Die obersten Stockwerke befinden sich noch im Rohbau und ich kann neben der beleuchteten Namentafel an der Frontfassade meinen Sitzplatz einnehmen. Super! Ich geniesse das Abschiedsspecktakel für Kenia und freue mich morgen eine weitere Grenze in Afrika passieren zu können.



Mt. Kenya
◴ 28. September 2014 - 30. September 2014 (Veröffentlicht: 28.10.2014)
Schnee ist eine Rarität in Afrika. Nicht so am Mt. Kenya im Shipton Camp auf 4200hm.
Kenya
Noch während dem Aufenthalt in Nairobi schmiedete ich Pläne zum den Mt. Kenya zu besteigen. Ca. eine Woche hatte ich Zeit bis ich Luci in Arusha für einen dreiwöchigen Urlaub abholen werde. So entschied ich mich die Planung einem Unternehmen zu überlassen und nicht mit dem Fahrrad in die Nähe zu fahren, und von dort aus selbst die Planung zu übernehmen. Mehrmals erwähnte ich meine Bedingung nicht alleine als Muzungu mit einem Koch, einem Träger und einem Guide aufzusteigen. JaJa oder eben Blabla ich sei nicht allein. Andere Teilnehmer gäbe es. Okey, ich willigte ein und stehe nun mit diesen drei Helfern vor dem Eingangstor für den National Park, dessen Grenze schön um den Gipfel gezogen wurde. Dann kann man Eintritt verlangen, hehe ;-) Ich gebe mein Bestes mit dieser Teamzusammensetzung bzw. das ich der einzige bin der hier auf den Gipfel will klar zu kommen. Meine drei Freunde tun es meinetwegen. Genau dies wollte ich vermeiden. Bergsteigen stelle ich mir anders vor. Nun gut, es geht los in die erste Hütte auf 3300m. Bei Ankunft werde ich bestens umsorgt. Es gibt Popcorn und Kaffee, zubereitet mit einem russischen Benzinkocher (Der Koch trägt hierfür während der ganzen Wanderung ein 5l Kanister in der Hand). Ich treffe auf andere Reisende in der Hütte. Wir sind gemeinsam in einem Vorraum getrennt von unseren Supportmannschaften untergebracht. Also Rassentrennung auch in den Bergen. Wir Ausländer verbringen gemeinsam einen lustigen Abend. Ein Australier, ein Asiate aus Shanghai, eine Gruppe aus Dänemark und ich wärmen zusammen diesen Raum beim Erzählen unserer Reisegeschichten.

Nächsten Tags stampfen wir um 7:15 gemächlich los und gehen später allesamt gemeinsam die Strecke bis zur nächsten Hütte auf 4200m. Zuerst Grasfelder, später palmenartige Pflanzen zieren die Umgebung. Gegen Mittag beschleunigt mein Guide und ich bin nur noch mit ihm auf Kurs. Ich halte gut mit obwohl ich meinen ganzen Plunder selber trage und nicht nur ein Tagesrucksack. Das der beschleunigte Aufstieg nicht zu meinem besten war, sondern ihn und mich nur vor dem grössten Unwetter schützte, bekam ich am Abend zu spüren. Wir zwei setzten gerade den ersten Schuh in die Hütte, da prasselt der Regen aufs Wellblechdach und später fielen Schneeflocken. Mein Schädel beginnt zu brummen. Zuerst Brumm, dann BrummBrumm und später BrummBrummBrumm. Aha, das ist jetzt also die Höhenkrankheit. Ich bin nicht der einzige. Es liegen schon drei Bergsteiger in ihren Schlafsäcken und warten auf Besserung. Ich warte erst mal ab und esse den aufgetischten zNacht, lege mich dann aber früh schlafen. Schlaf kann ich dem nicht sagen, es war eher ein Dösen und Träumen. Um 1:00 wurde ich dann geweckt. Nicht etwa von meine Guide für den Aufstieg sondern von Mr. Brechreiz. Dazu gab es noch eine kleine Portion Atemnot. Ja Bravo, das war es dann wohl. Um 2:30 ist definitiv Tag wach für alle die auf den Gipfel wollen und mich. Mit meinen drei neuen Erfahrungen mehr im Bergsteigen hab ich genug vom Sauerstoffmangel und überrede mein Guide zum Absteigen anstatt Aufzusteigen. Er kann meinen Entscheid kaum fassen. Aber ich bin hier mit meiner Ego-Gruppe im Entscheiden im Vorteil.

Manchmal dachte ich: Vielleicht ist es einfach auch die Hirnmasse die bei niedrigerem Druck sich mehr ausdehnt als die Schädeldecke, die solche Effekte verursacht. Oder kommen solche Gedanken bei Sauerstoffmangel auf?

So steigen wir vier nun unverrichteter Dinge ab um mir wieder mehr Sauerstoff zu verleihen oder eben vielleicht das Hirn zu schrumpfen. Der Point Lenana auf 4985m bleibt mir diesmal somit verwehrt. Mich ärgert es zwar im Moment. Doch der Entscheid war richtig nach solchen Anzeichen nicht noch höher zu steigen. Beim Parkeingang bin ich schon fast wieder gesundet. Ein Lob oder eine Achtung sei hier an meine drei Helfer angebracht. Ihre Ausrüstung gleicht der aus den letzten Jahren und sie lassen sich kaum anmerken wenn sie mal müde oder schlecht gelaunt sind. Der Träger z.B. ist mit diesen F1-Rennfahrerschuhen hochgelaufen. Als Wasserschutz steckten seine Füsse in Plastiksäcken. Was ich wohl zuhause nicht sehen werde sind Bergführer mit Regenschirmen. Diese hier haben alle einen dabei. Gute Idee ☺

Kurzum war dies meine erste Erfahrung höher als 3000m aufzusteigen. Auf dem Velo bin ich definitiv mehr zuhause. Was ich für so eine Tour mitbringen und wie ich gehen muss, will ich noch ein wenig üben.



Namanga - Nairobi
◴ 20. September 2014 - 27. September 2014 (Veröffentlicht: 28.10.2014)   Roadmap
Nairobi City Center
Kenya
In Namanga weiss man wieder einmal nicht so recht wo der Departure und der Arrival Passstempel zu bekommen sind. Ohne Probleme könnte man hier einfach gerade aus fahren und die Grenze wäre passiert. 50$ leichter stehen wir nach dem Stempelsuchen auf Kenyanland. Eine Herde Dromedar steht als Begrüssung in den Büschen bereit. Beim ersten Picknick erhalten wir ungewohnt anständig das Wechselgeld zurück. Huuhh, jetzt bessert es aber. Auch das Handeln geht mit Englisch einfacher. Zumindest ich fühle mich gleich besser hier. Es ist einfach angenehmer wenn dein Gegenüber dir ehrlich ist und man nicht schon von Anfang an weiss, dass man bis zu 50% mehr bezahlt und das auch nur weil man vorher gehandelt hat.

Die Fahrt ist angenehm. Ein paar kleinere Steigungen wechseln die langen Streckenabschnitte ab. Ab und zu kommt ein grösserer Ort wo wir Essen oder uns eine durstlöschende Cola gönnen. Ab Athi River kommen wir in den Verkehrssog nach Nairobi. Zum Glück ist Wochenende. Auf dem äussersten Rand reihen wir uns ein und kommen nach 20km Stadteinfahrt ohne grössere Probleme im Stadtzentrum an. Hier reichen die Häuser in Wolkenhöhe. Der Kern beherbergt für Afrika ein paar sehr hohe Gebäude. Im KICC Tower darf man als Besucher bis auf die Helikopterplattform hinauf. Dort zeigt sich die Stadt in ihrer pompösen Grösse und erlaubt weite Blicke ins Umland. Ab und zu segelt einer dieser Pelikane vorbei. Sie kreisen über der Stadt und landen bei Lust und Laune irgendwo in den Parkanlagen der Stadt oder eben auf einer Strassenlaterne. Wir freuen uns über die grosse Menüwahl in den Restaurants und sehen im Kino fern. Im 2007 renovierten Museum informieren wir uns über die Geschichte Kenias und der Menschheitsgeschichte überhaupt. Im Reptilienpark neben an hausen Schlangen und vier Krokodile liegen einsam in ihren Gehegen. Lasst die doch frei. Aber bitte ausserhalb der Stadt ;-) Die Tage verstreichen schnell. Neben diesen Sehenswürdigkeiten geniessen wir unser Hotel. Liegen einfach herum. Surfen im Netz und geniessen die Ankunft. Am vorletzten Abend lassen wir uns in einen bekannten Club chauffieren um das Nachtleben auszukundschaften. Anfangs noch ruhig füllt sich der Club gegen Zwölf. Eine Dame nach der anderen stiefelt graziös wie eine Gazelle in den Club herein. Wir Männer in der Unterzahl werden hier schnell begehrt. Vor allem die weisse Hautfarbe ist quasi ein Damenmagnet. Dank Marion habe ich am nächsten Tag noch ein volles Portemonnaie, aber klar der Nacken schmerzt ein wenig vom Gucken ;-) Zu später Stunde lehnen wir uns an einen Tisch und gönnen uns einen letzten Drink. Blitzschnell wie eine schwarze Mamba schlägt sie zu und schwingt sich mit vollem Elan um Marions Hüfte. Schnell lässt sie wieder los als sie ihren Fehler sieht. Marions kurze Haare haben sie irritiert. Sie glaubt es kaum und bekommt aber mit einem Griff an bewusster Stelle ihre Bestätigung dass sie sich in ihrem Opfer getäuscht hat. Wir zwei sind erst einmal baff, amüsieren uns aber gleich wieder. Zum Glück war das nicht der erste Drink. Später beenden wird den Abend als die Dame uns beginnt anzugiften und immer mehr zu fordern, obwohl wir schon ein Bier offeriert hatten.

Beim letzten Abschlussabendessen sichten wir ein lang gesuchtes Restaurant. Es gibt es also doch. Die Koordinaten im Internet waren um drei Strassen versetzt. Ja Orientierung ist nicht jedermanns Sache, aber die sozialen Netze mit diesen Informationen werden von allen gepflegt. Der Rolltabak bleibt bis heute unauffindbar. Wir speisen nochmals vorzüglich italienisch und lassen uns später mit dem Taxi heimchauffieren. In der Nacht sollte man sich die Dollars nicht sparen um in sein Nest zurückzukehren. Im Stadtzentrum ist Nairobi sicher. Aber man sieht oft krasse Gegensätze die sich nur eine Strasse weiter abspielen. Hier Kinder die Leim schnüffeln und um die Ecke sind die Bankiers in Anzügen unterwegs.

Ein Taxi bringt uns zum Flughafen. Die vier Wochen sind unglaublich schnell vergangen. Trotz ohne Flugticket lassen sie mich ins Gebäude um Marion beim Velo verpacken zu helfen. Schlussendlich stehe ich nur herum. Die zwei Verpacker schustern einen Velokarton aus mehreren kleinen Kartons zusammen. Schlussendlich wollen sie dafür 110$. Ein Karton koste 9$ und die Arbeit müsse auch bezahlt werden. Ouhh Mann! Es ist wie immer, am Schluss bekommt man an der Grenze noch ein Abschlussgeschenk mit nach hause. Wir handeln im Nachhinein und kommen schlecht weg. Dafür ist die Fracht gut verpackt.

Noch ein Kaffee und eine Umarmung, dann verschwindet Marion im Terminal und ich fahr zurück ins Hotel etwas wehmütig gestimmt, dass das gemeinsame Radeln schon vorbei ist.