Asien map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The asian plan.
  •   2. HK - Frauenfeld
  •   1. Capetown - Kampala
Africa map

17'007 km's

998 hours

↗ 137'584 hm

The african plan.
  29. March 2015 - Arrived back home and stay a bit.
Thailand
◴ 11. März 2014 - 19. März 2014 (Veröffentlicht: 29.03.2015)   Roadmap
Choose a remarkable color to find your home again.
Thailand
Als Schweizer ist die VISA Beschaffung für Thailand einfach. 2 Wochen darf ich gratis die thailändische Infrastruktur in Anspruch nehmen und die ist für asiatische Verhältnisse in sehr guten Zustand. Wer hier die Schnellfeuerwaffen der Grenzwacht und den Strassenbelag sponsert ist mir Anfangs nicht ganz klar. Nur die am Strassenrand stehenden Schilder mit dem Schriftzug „Bon Voyage“ könnten einen Hinweis liefern. Ich radle im schmalsten Landstreifen im Südosten von Thailand am Meer entlang. Der Duft des Meeres und ein paar kühle Brisen spornen mich an die Steigungen der Küstenlandschaft wie wild zu erklimmen. Damit ist mein Tagesziel Trat schnell erreicht. Kaum ein Lastwagen kommt mir in Thailand zu nahe. Auf den breiten Pannenstreifen lässt es sich in sicherem Abstand zum Verkehr perfekt radeln. Bissiger begegnen mir auf Wegen im Landesinnern unzählige Strassenhunde. Was genau ihre Motivation ist meinen Wanden derart nahe zukommen, das mancher eine unerwartete Hirnbeschleunigung einfängt, sagen sie mir natürlich nicht. Ruhe von ihnen habe ich erst um die Mittagszeit, wenn ihr Hecheln nicht mehr ausreicht, um in dieser Hitze ihren Körper zu kühlen und sie sich im Schatten ausruhen müssen.

Richtung Bangkok haltend nimmt der Verkehr und die Besiedlungsdichte immer mehr zu. Südlich von Pattaya stehen viele Appartements zum Verkauf und grössere Hotelketten versorgen hier sonnenhungrige Urlauber in ihren pompösen Anlagen. Wenige Thailänder bieten noch frischen Fisch von ihren mobilen Motorradküchen an. Ansonsten wirkt es wie ausgestorben. Die Saison ist jetzt im März fast zu Ende.

Ich denke Bangkok lässt sich am besten über die zwei grösseren Strassen von Süden her erreichen. Ohne viel nachzudenken fahre ich querfeldein über wenig befahrene Wege an die Südküste von Bangkok. Im Scheinwerferlicht finde ich zu später Stunde schlussendlich ein Hotel und sehe was mich morgen erwarten wird. Ouhh Ouuhh Ouuhhh! Was in Kambodscha noch eine überschaubare zweispurige Fahrbahn war, ist hier ein 6 spuriger Highway. In dessen Blechlawinen möchte ich nicht nach Bangkok vorrücken. So habe ich mir meine letzten Tage nicht vorgestellt. Der Entscheid fällt wieder zurück ins Grüne zu radeln. Ein paar Kilometer Ohren Pax fahren und ich bin wieder auf ruhigem Kurs Richtung Bangkok ☺

Auf flachen Strecken komme ich nochmals in traumartige Zustände. Die Kurbel und der Atem gehen gleichmässig, die Landschaft fliesst an mir vorbei und wo ich bin gerät fast in Vergessenheit. Ein Motorradfahrer rüttelt mich nach vielen Kilometern wieder wach. Er drückt mir zwei kühle Getränkeflaschen in die Hand und rauscht wieder davon. Eine sehr nette Geste die ich schon lange nicht mehr erlebt habe und die mir andere schöne Begegnungen wieder in Erinnerung ruft.

Bangkok ist noch ein Tagesritt entfernt. In Stadtnähe ist der Sicherheitsstreifen nicht mehr so sicher. Bus und Mopeds gesellen sich zu mir und ich muss mich auf die Strasse und mein Umfeld mehr als sonst konzentrieren. 30 Kilometer dauert der Spass, bis ich im Zentrum in einer Nebengasse ein Zimmer beziehe. Geschafft! Wow, ich bin da, wo ich hin wollte und dass noch unversehrt! Nicht selbstverständlich wenn ich mir all die Touristen ansehe, die das sogenannte Thailand-Tattoo tragen, meist verursacht durch einem Motorradunfall. In welchem Zentrum ich gelandet bin merke ich erst am nächsten Abend. Die Strassen füllen sich beim Ein Dunkeln mit Leuten aus aller Welt und die feiern bis zum bitteren Ende um 2:00 Uhr in der Früh. Inmitten diesem Publikum werden Souvenirs verhökert, Füsse massiert, Essen verkauft oder zu später Stunde um mobile Strassendiscotheken getanzt. Zweimal lasse ich mich auch von der Stimmung mitreissen und geniesse dieses Strassenkino bei Bier und gutem Essen.

Mein Bike packe ich in den letzten Tagen in eine Kartonbox. Um die Fracht zu sichern wird diese wie immer mit Unmengen Klebeband umwickelt. Jetzt würde nur noch ein Umbuchen oder ein absichtliches Verpassen vom Flug meine Reise verlängern. Obwohl mir diese Gedanken bei einigen Pineapple-Juices durch den Kopf turnen, kommt es nicht so weit.
Die Nase vom A380 richtet sich dann in der Abenddämmerung nach unglaublich langer Anlaufstrecke in den Himmel und der Flugkoloss hebt ab Richtung Middle-East. Bye Bye Asien. Über Doha komme ich nach 15h Flug in der Schweiz an. Alles wirkt für mich sehr ruhig. So wenige Leute teilen hier eine so grosse Fläche. Janu, daran gewöhne ich mich noch. Erstmals stürze ich mich in den Migros und packe Osterhase, Brot und Cottage-Cheese in meine Tasche. Noch an der Verkaufstheke beim Bäcker verschlinge ich eine Nussschnecke und schwinge mich gestärkt für die letzten Kilometer nach Hause nochmals aufs Rad.